Erneuerbare Energien
Heutzutage wird der Stom in Deutschland hauptsächlich durch nicht erneuerbare, sogenannte fossile Energieträger erzeugt. Im Gegensatz zu Kohle, Öl, Gas und Ähnlichem gibt es die erneuerbaren Energien. Diese erneuerbaren, auch regenerative Energien genannt, haben die Eigenschaft sich entweder in kurzer Zeit selbst zu erneuern, bzw. erneuern zu lassen wie z.B. Pflanzen und Holz oder ihre Nutzung trägt nicht zur Erschöpfung bei, sie sind also quasi unendlich lange nutzbar wie z.B. Wind.
Erneuerbare Energien hatten im Jahre 2008 einen Anteil von 15,1% an der deutschen Energieversorgung, Tendenz stark steigend. Durch Fördermaßnahmen der Regierung, wie eine Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen, und Verbesserungen in der Wissenschaft, die erneuerbare Energien rentabler und effizienter machten, sind diese Energieformen auf dem Vormarsch.
Den größten Teil der erneuerbaren Energien macht die Windkraft aus. Große Windkraftanlagen insbesondere in Küstennähe gehören inzwischen fest zum Landschaftsbild europäischer Staaten. In den nächsten Jahren werden auch immer mehr Offshore-Windkraftanlagen in Betrieb genommen werden. Sie sind auf hoher See vor den Küsten aufgestellt und die Windräder sind um einiges größer als bei Onshore-Windkraftanlagen, also Anlagen auf dem Festland.
In anderen Ländern wie Norwegen wird viel auf Wasserkraft gesetzt. Um einiges spannender sind aber Projekte wie Desertec, die Solarenergie in der afrikanischen Wüste Sahara erzeugen wollen und einen Transport über Hochspannungs-Gleichstromnetze vollziehen sollen. Dies würde aber nicht mit normalen Photovoltaikanlagen wie sie auf Hausdächern montiert werden geschehen, sondern mit Solarthermischen Kraftwerken, die sehr viel Platz wegnehmen, aber einen weitaus besseren Wirkungsgrad als Photovoltaikanlagen besitzen. Ob das Unternehmen jedoch jemals realisiert wird ist aufgrund der enormen Kosten (400 Milliarden Euro bis 2050) fragwürdig.
Ein Vorteil von erneuerbaren Energien ist das Abkoppeln von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie russischem Gas oder arabischem Öl. Strom würde in Europa produziert (Ausnahme: Unternehmungen wie Desertec) und auch in Europa verbraucht. Aber natürlich gibt es auch Nachteile in den Konzepten für erneuerbare Energien. Einer der größten Nachteile sind die fehlenden Speichermöglichkeiten für Strom. Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich Stromknappheiten bei Windstille und mangelndem Sonnenschein. Auch die hohen Kosten für den Ausbau der regenerativen Energien werden oftmals bemängelt.
Inzwischen ist sich die Politik weitestgehend einig, dass der Wandel hin zu erneuerbaren Energien kommen muss und man sich von den Gegenargumenten nur bedingt abschrecken lassen darf. Wie schnell die komplette Energieversorgung jedoch auf diese Energieträger umgestellt werden sollte und welche Technologien als sogenannte Brückentechnologien fungieren sollen ist weiterhin umstritten. Doch eins ist langfristig auf jeden Fall klar: An erneuerbaren Energien führt kein Weg vorbei.