Reaktorunfälle

Reaktorunfälle in Kernkraftwerken – Welche Folgen bringen sie mit sich?

Die Atomkraft, oder auch Kernkraft, ist als Methode der Energiegewinnung heftig diskutiert. Denn zum einen ist die Gewinnung elektronischer oder thermischer Energie mit Kernkraft besonders ergiebig und stößt kaum klimaschädigende Gase wie CO² aus. Allerdings sind die eingesetzten radioaktiven Stoffe hoch gefährlich für Menschen und Tiere. Die Frage der Sicherheit ist schon seit Anfang der Atomkraftnutzung daher die wichtigste Kritik an diesem Verfahren. Immer wieder gab es bereits seit den 1950er auch Reaktorunfälle oder Sicherheitslücken in Kernkraftwerken, die zum Teil tragische Langzeitfolgen mit sich brachten und viele Menschen und die Natur tödlich trafen oder auf lange Zeit krank machten. Deshalb erwägen, vor allem nach der letzten Katastrophe von Fukushima 2011 in Japan, immer mehr Nationen den Ausstieg aus der Atomkraft. Deutschland hat sich noch im gleichen Jahr für die Laufzeitbefristung von mehreren Kernkraftwerken entschieden.

Reaktorunfälle und ihre Konsequenzen

Bereits 1949 ereignete sich bei Tests in einem Atomkraftwerk in New Mexiko in den USA ein Unfall, bei dem mehrere Menschen verstrahlt wurden. Der leitende Wissenschaftler des Experiments wurde einer so hohen Strahlung ausgesetzt, dass er kurz darauf an der Strahlenkrankheit starb. Die Strahlenkrankheit ist die Folge der Bestrahlung durch ionisierende Stoffe, die bei Reaktorunfällen austreten. Je nach Dosis der Strahlung, die in Sievert gemessen wird, können langwierige Schwächungen des Organismus und Immunsystems bis hin zum tödlichen Ausgang drohen. Ab 1 Sievert wird erst ausdrücklich von der Strahlenkrankheit gesprochen, ab 3 Sievert verläuft die Krankheit zu 50% tödlich. Langzeitfolgen sind auch bei niedrigerer Bestrahlung ein erhöhtes Krebsrisiko sowie Unfruchtbarkeit. Weltweit ereigneten sich bisher mehr als 30 Reaktorunfälle verschiedener Stärken. Die schlimmste Katastrophe 1986 in Tschernobyl, wo eine Kernschmelze einen so genannten Super Gau mit einem Skala Wert von 7 verursachte. Dabei wurde ein groß räumiges Areal sowie ca. 400 000 Menschen Strahlung ausgesetzt.

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