Stromerzeugung in Österreich

Die Stromerzeugung in Österreich wird grundsätzlich von mehrheitlich in öffentlicher Hand befindlichen, den Bundesländern zugehörigen Elektrizitätsunternehmen gewährleistet. Daneben bestehen noch zwei erwähnenswerte privat geführte Konzerne, die Verbund AG und die Donaukraftwerke. Erstere deckt als überregionaler Versorger 40% des bundesweiten Strombedarfs und ist somit der größte Erzeuger des Landes. Zahlreiche Kleinkraftwerke, betrieben durch Unternehmen und Privatpersonen, ergänzen die Stromversorgung. Am 5. November 1978 wurde per Volksentscheid beschlossen, das bereits fertiggestellte, erste Atomkraftwerk des Landes in Zwentendorf, nicht in Betrieb zu nehmen und diese Form der Energieumwandlung bei der Stromerzeugung in Österreich nicht mehr zu berücksichtigen.


Österreich versorgt sich durch Kraftwerke an Speicherseen, an Flüssen gelegenen Wasserkraftwerken, die Verbrennung fossiler Rohstoffe in thermischen Kraftwerken, Windenergie und die Gewinnung von Gas aus Biomasse. Das durch Wienstrom betriebene Gaskraftwerk in Simmering ist mit einer Gesamtleistung von 1700 Megawatt die Leistungsfähigste Anlage. Es existieren 12 weitere, zur Verbrennung fossiler Energieträger ausgelegte Kraftwerke, zwei weitere befinden sich im Bau. In 552 Laufkraftwerken und 102 Speicherkraftwerken wird mit Hilfe von Wasser Strom erzeugt. So wie im Speicherkraftwerk Malta, das durch Vor und Hauptstufe bis zu 850 MW Leistung erbringt, werden in Zeiten niedriger Auslastung der Stromnetze, Wasser in Speicherseen oberhalb des Krafwerkes gepumpt. So kann die benötigte Energie gespeichert werden um bei vermehrtem Bedarf den Berg hinab in die Turbinen des Maschinenhauses zu schiessen um dort wieder in Elektrischen Strom umgewandelt zu werden. Laufkraftwerke hingegen werden nur durch das fließen eines Gewässers betrieben und gelten daher auch als regenerativ und umweltfreundlich.


Circa 60% der Stromerzeugung in Österreich werden durch die Kraft des Wassers und seiner Speicherung erbracht. Als weitere Form abgasfreier und CO2 neutraler Energieumwandlung wird Windkraft eingesetzt. Sie macht zwei Drittel der Anlagen aus in welchen ökologisch Strom erzeugt wird, 15% entfallen auf die Verwertung von fester und flüssiger Biomasse. Die Abwärme, die in thermischen Kraftwerken anfällt wird zum Teil durch die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung auch noch zu elektrischem Strom umgewandelt. Trotz allem wird nur 31% des Gesamternergieverbrauch durch inländische Produktion bereitgestellt, der Rest wird durch den Import von Rohstoffen und Strom aus dem Ausland abgedeckt, was dazu führt das obwohl kein Atomkraftwerk vorhanden ist, bis zu 30% des Strom für Österreich durch nukleare Spaltung erzeugt wird. Zu den Importen zählen aber auch Treibstoffe und fossile Energieträger zur Erzeugung von Wärme.

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