Stromerzeugung
Die Stromerzeugung basiert heutzutage in Deutschland auf grundsätzlich drei Säulen, die wie folgt lauten: Braunkohle, die 23,5 % der Gesamtstromproduktion ausmacht, Steinkohle mit 20,1 % und Kernenergie mit 23,3 %. Das Erdgas macht etwa 13,0 % bei der deutschlandweiten Stromerzeugung aus. Seit den späten 90er Jahren wird die Stromerzeugung aus Energien, die erneuerbar sind sowie auf der Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von der Bundesregierung durchgesetzt, dazu gehört zum Beispiel Solarstrom oder Windenergie. Solarstrom ist praktisch, da er aus Sonnenlicht gewonnen wird. Seit dies so gehandhabt wird, stieg die Stromerzeugung aus Energien, die erneuerbar sind, stark an. Gerade wegen dem Ausbau der Windenergie. Ingesamt machen erneuerbare Energien mittlerweile etwa 14,4 % der gesamten deuschten Stromerzeugung aus. Braunkohle- Wasser- und Kernkraftwerke sind somit schon einmal dafür verantwortlich, dass der Grundlastbereich ohne große Kosten gut abgedeckt wird. Das bedeutet im Klartxt, dass sie ohne Unterbrechung Tag und Nacht aktiv sind und somit den immerwährenden Mindestverbrauch decken.
Die Rohstoffe Erdgas setzt man aufgrund der höheren Brennstoffkosten überwiegend im Mittellastbereich aus. Das heißt, sie werden zugunsten der Abdeckung des auch über die Mindestlast hinaus entstehenden Strombedarfs erfolgreich enutzt. Doch auch Strom aus natürlicher Biomasse kann man im Grund- und Mittellastbereich einsetzen. Vergleicht man dies mit der Stromerzeugung aus Photovoltaik oder Wind, die zudem beide noch wetterabhängig sind, so ist dies deutlich ein Vorteil. Außerdem stellen diese beiden alternativen Möglichkeiten bestimmte Anforderung an die Steuerung des jeweiligen Stromsystems.
Daher, und auch aufgrund des Klimaschutzes, um der globalen Erwärmung entgegenzukommen, strebt die Bundesregierung eine fundamentale Versänderung der Zusammensetzung aller deutscher Energiegewinnung an. Nach der Ausarbeitung eines neuen Energiekonzepts vom 28. September 2010 soll bis in den nächsten zehn Jahren der Anteil der Stromerzeugung aus Energien, die erneuerbar sind, sowie dem Bruttostromverbrauch etwa 35% betragen. So ist die Bundesregierung bemüht, sich um folgende zukünftige Anteile in der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien an: Etwa 50 Prozent bis zum Jahr 2030, 65 Prozent bis zum Jahr 2040 und 80 Prozent bis zum Jahr 2050. Die herausforderung dafür ist jedoch gewaltig, denn das bedeutet, dass das gesamte deutsche Stromsystem von Grund auf erneuert werden muss. Solange man nicht günstigen Strom aus dem Ausland importieren kann, muss man sich um die Errichtung von neuen Solar-, Wind- und Biomassenkraftwerke bemühen. Vor allem in den Bereichen der wetterabhängigen Stromerzeugung wie bei Wind- und Solarstrom ist es wichtig, Alternativen parat zu haben, wenn die Sonne mal nicht scheint oder es windstill ist. Fest steht jedoch, dass die Stromversorgung in Deutschland sich in den nächsten Jahren deutlich ändern wird.